Beiträge

Maratheftiko-Wein aus Zypern: Exklusiv, selten, bezahlbar

Der grosse rote Maratheftiko-Wein: Sehr exklusiv, sehr selten, sehr bezahlbar

Maratheftiko ist eine alte rote autochthone Rebsorte, die auf der Insel Zypern heimisch ist. Sie ist eine der seltensten und hochwertigsten roten Traubensorten der Welt und aus ihr entsteht der meistgefragte Rotwein Zyperns.

Wo kommt Maratheftiko vor?

Maratheftiko ist ausschliesslich in Zypern, dem Mutterland des Weinbaus im Mittelmeerraum, heimisch. Sie wird dort auf nur rund 180 Hektaren angebaut. Die Rebe gilt als schwierig und eigenwillig.

Nur den besten Winzern gelingt es, ausserordentliche Maras – wie sie auf Zypern genannt werden – zu keltern. Aus dieser raren Traubensorte entstehen vor allem in den Höhenlagen des Troodos-Gebirges aussergewöhnliche und vielschichtige Weine.

«Da verbinden sich Stoffigkeit und noble Tannine mit einer vielschichtigen Aromenpalette von reifen, schwarzen und roten Früchten, duftigen Kräutern und verführerischen floralen Noten zu einem harmonisch ausbalancierten und eigenständigen Ganzen» (Dr. Rudolf Trefzer, Handelszeitung).

Das Geschmackserlebnis von Maratheftiko

Spezialisten vergleichen Maratheftiko-Wein in der Struktur mit Cabernet Sauvignon aus dem Bordeaux und im Geschmack mit dem Syrah der nördlichen Rhône.

Die Weine aus Maratheftiko-Rebsorten gelten als «hoch konzentrierte, vielschichtige Weine» (VINUM). Maratheftiko ist etwas Eigenständiges und bietet ein völlig neues Geschmackserlebnis.

Maratheftiko-Weine haben ein sehr gutes Alterungspotenzial. Werden sie in Eichenholz gelagert, wird ihr Geschmack noch verbessert.

Warum ist Maratheftiko so selten?

Maratheftiko wird nur in sehr begrenzten Mengen produziert, denn die Rebsorte liefert niedrige Erträge von rund 1500 Litern pro Hektare.

Eine weitere Hürde bei der Maratheftiko-Produktion ist, dass sich diese Rebsorte nicht selbst bestäuben kann. Deshalb muss sie neben anderen Rebsorten gepflanzt werden, die zur gleichen Zeit blühen. Hinzu kommt, dass die Erträge des Maratheftiko von Saison zu Saison schwanken.

Am Rebberg ist bei Maratheftiko ausschliesslich Handarbeit angesagt. Aber auch im Keller braucht es Fingerspitzengefühl: Das Traubengut wird auf dem Lesetisch sorgfältig von Hand verlesen.

Marcos Zambartas sortiert mit seinem Team Maratheftiko-Trauben.

Die Geschichte des Maratheftiko

Die Maratheftiko-Traube war früher nicht sehr beliebt und drohte sogar auszusterben. In der 1980er Jahren wurde sie wiederentdeckt.

Den heutigen jungen und innovativen Winzern in Zypern ist sehr bewusst, dass sie eine wurzelechte Traubensorte mit grosser Zukunft pflegen und damit auch einen Beitrag zur Erhaltung des wertvollen Rebsorten-Erbes in Europa leisten.

Diese aktuelle Generation von Weinerzeugern versteht ihr Handwerk und leistet grossartige Arbeit: Die Winzer arbeiten mit hochmoderner Ausrüstung, grossem önologischen Fachwissen und noch grösserer Leidenschaft. Die so erzeugten Weine sind deshalb auf einem sehr hohen Niveau.

Maratheftiko als Hoffnungsträger für die Wein-Zukunft Australiens

Derzeit läuft ein grosses Experiment der Universität Adelaide (Australien) mit der Rebsorte Maratheftiko. Diese hitzeresistente Rebsorte soll eine mögliche Antwort sein auf die Folgen des Klimawandels in den australischen Rebgebieten. Im Barossa Valley gibt es nun schon kommerzielle Rebberge mit Maratheftiko.

Die einheimischen Rebsorten – reinsortig ausgebaut oder in Assemblagen mit internationalen Rebsorten vermählt – machen die zypriotischen Weine zu speziellen Tropfen mit geschmacklich unverwechselbaren Noten. PAPHOS-WEINE führt die besten Maratheftiko-Weine Zyperns im Sortiment.

Maratheftiko-Weine haben das Potenzial für mindestens 5–10 Jahre Reifezeit und werden immer komplexer.

Regionale Synonyme für Maratheftiko sind:

Vamvakada, Aloupostaphylo, Mavrospourtiko, Pampakia, Vamvakina

Zu Maratheftiko-Weinen passen unter anderem folgende Speisen:

Dunkles Fleisch, Schmorbraten, Wild

Wir haben für Sie ein Maratheftiko-Wein-Degustationspaket zusammengestellt.

Im Degustationspaket finden Sie vier charakterlich verschiedene Maratheftiko-Weine von vier Top Kellereien Zyperns. Die besten Kellereien keltern pro Jahr nicht mehr als 4000-8000 Flaschen.

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter und profitieren Sie von CHF 20.00 auf Ihren ersten Einkauf und von exklusiven Newsletter-Angeboten.

Weine aus autochthonen Rebsorten

Weine aus autochthonen Rebsorten: Hochwertige Weine abseits des Mainstreams

Wer auf der Suche nach einem speziellen Wein ist, landet nicht selten bei Weinen aus autochthonen Rebsorten.

Was sind autochthone Rebsorten?

Der Begriff «autochthon» stammt aus dem Griechischen und bedeutet «alteingesessen, eingeboren». Mit autochthonen Rebsorten sind also Reben gemeint, die in einer bestimmten Region entstanden sind. Diese Sorten haben sich über eine lange Zeit an ihre Umgebung angepasst und garantieren eine bessere Adaptation an veränderte Umweltbedingungen in ihrem Terroir.

In Europa besitzt Portugal rund 280 autochthone Sorten auf einer Rebfläche von 240’000 ha; Spanien: 80 Sorten auf rund 970’000 ha; Griechenland: 65 Sorten auf einer Rebfläche von 60’000 ha; Zypern hat 25 auf ca. 10’000 ha.

Die zypriotischen Sorten sind weltweit einzigartig. Das könnte sich ändern, wenn Xynisteri und Maratheftiko als mögliche Alternativsorten in Australien angebaut werden. Erste Experimente an der Universität Adelaide sind im Gange. Im Barossa Valley sind schon zwei kommerzielle Rebberge angepflanzt.

Rebberg mit autochthonen Sorten der Vouni Panayia Winery auf 1150 m. ü. M.

Die wichtigsten autochthonen Rebsorten Zyperns:

weisse Sorten: Xynisteri, Promara, Morokanella, Spourtiko

rote Sorten: Maratheftiko, Yiannoudi, Mavro, Lefkada

 

Von den autochthonen Rebsorten der Schweiz haben Sie gewiss schon gehört. Bekannt sind:  Petite Arvine, Amigne, Humagne Rouge, Heida, Räuschling, Cornalin u.a.

 

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter und profitieren Sie von CHF 20.00 auf Ihren ersten Einkauf und von exklusiven Newsletter-Angeboten.

Ergeben autochthone Weine bessere Weine?

Wie auch im Bioweinbau sind es weniger die Rebsorten, sondern die sorgfältige Arbeit im Rebberg, das handwerkliche Können und die Erfahrung des Winzers, die Einfluss nehmen auf die Qualität des Weins. Aber sie verleihen einer Weinregion ein bedeutendes Alleinstellungsmerkmal in einem umkämpften und von den international bekannten Sorten besetzten Weinmarkt. Kleinere weinproduzierende Länder wie Zypern können sich mit dieser Einzigartigkeit auszeichnen und Nischen besetzen.

Wo kann ich autochthone Weine kaufen?

Die spezialisierten Weinfachhändler können Sie beraten. Zum Beispiel die Weinhändler – von VINUM empfohlen. Dazu gehören auch wir: paphosweine.ch

Zypern: eine Weinregion mit hochwertigen autochthonen Weinen

Wir empfehlen Ihnen die exzellenten, aber sehr raren Weine aus diesen «einheimischen» (= autochthonen) Sorten Zyperns. Die Insel kennt den Weinbau seit mindestens 5500 Jahren.

Zypern ist als einzige Weinregion Europas reblausfrei, d.h., in Zypern gibt’s noch «exklusive» Rebsorten, denen keine Reblaus je etwas anhaben konnte. Diese einheimischen Sorten sind also nicht auf Amerikanerreben aufgepfropft, sondern sie sind authentische Edelreben, die mit ihren Originalwurzeln im kargen Kalk- und Lavaboden der Insel wachsen.

Im relativ heissen Inselklima haben sich spezielle, nur hier vorkommende Rebsorten etabliert, die hitzeresistent sind und mit Wasserknappheit auskommen können. Hinzu kommt die Tatsache, dass sich hier fruchtige Weine mit erfrischender Säure finden, da die Rebsorten bis in Höhen von 1500 m über Meer wachsen. Die starken Tag-/Nacht-Temperaturunterschiede sind der entscheidende Faktor. Deshalb kann man hier Weissweine produzieren, die eher an «Cool-Climate-Weine» erinnern.

Mit der Pflege der autochthonen Rebsorten wird ein bedeutender Beitrag an die Biodiversität und allgemein an die Vielfalt im Weinangebot geleistet.

Lieben Sie Überraschungen:

Probierkarton mit 6 zypriotischen Weinen aus autochthonen Rebsorten zum Spezialpreis von CHF 125.- inkl. Versand (anstatt CHF 156.-)

 

 

Ivan Barbic MW über Zyperns Rotweine

Charakterköpfe

Zyperns Rotweine – mit Ecken und Kanten, aber immer charakteristisch und tiefgründig

Von den rund 10’000 Hektaren Rebfläche in Zypern sind gut zwei Drittel mit roten Traubensorten bepflanzt. 

Neuorientierung seit den neunziger Jahren

Es mag erstaunen, dass Zypern seit seiner Unabhängigkeit 1960 dreissig Jahre lang einfache Tafelweine in die sozialistischen Staaten Osteuropas lieferte. Die meistangebaute Sorte war damals die ertragreiche Mavro, eine autochthone zypriotische Rebsorte. Anfangs der Neunziger Jahre, nach dem Auseinanderfallen des Warschauer Paktes, brach dieser Absatzmarkt innert weniger Jahre ein. Die Rebfläche begann zu schrumpfen – von 38’000 Hektaren in den siebziger Jahren – und neben den vier grossen, fast industriellen Kellereien kamen immer mehr kleinere, neu gegründete Betriebe auf, die kompromisslos auf Qualität statt Masse setzen. 

Charakteristische, tiefgründige Rotweine aus autochthonen Sorten

Die neue, innovative Winzergeneration hat sich auf die einheimischen autochthonen Sorten Maratheftiko, Yiannoudi sowie der aus Griechenland eingeführten und auf Zypern heimisch gewordenen Lefkada zurückbesonnen.  Sie erzeugt daraus sortenreine oder im Zusammenspiel mit den internationalen Sorten Syrah und Cabernet Sauvignon gewonnene Rotweine mit Ecken und Kanten, die aber immer eigenständig, charakteristisch und tiefgründig bleiben. Das könnte auch daran liegen, dass die Reblaus auf Zypern nie Einzug gehalten hat und die Reben allesamt sog. wurzelechte Edelreben sind. Die Anbaugebiete erstrecken sich bis auf 1500 Meter ü.M. sodass die Ernte vom August bis weit in den Herbst hinein dauert und nicht wie mittlerweile anderswo im Mittelmeer nur im August. Die so voll-, aber nicht überreif geernteten Trauben bringen immer auch frische und ausgewogene Rotweine hervor.

 

Die Topwinzer

Die grossartigen Rotweine von Tsiakkas überzeugen durch ihre Eleganz, Ausgewogenheit, den reifen, geschmeidigen Tanninen und ihre Komplexität. Der wunderbar weiche Maratheftiko Vamvakada – erinnert an einen verführerischen Châteauneuf-du-Pape –  und der Yiannoudin – elegant und intensiv wie ein hochwertiger Burgunder – zählen zum allerbesten, was Zypern zu bieten hat. Auch schon die Einsteigequalität, die Cuvée Porfyros red – betörend fruchtig wie ein junger Tempranillo -, überzeugt durch ihre intensiven und präzisen reiffruchtigen Aromen und ihre Ausgewogenheit. Ein perfekter Rotwein zu einer Käseplatte, Aufschnitte, Pizza und Pasta.

Die Rotweine des berühmtesten Winzers, Marcos Zambartas, sind eine Klasse für sich. Sein Maratheftiko und der Shiraz-Lefkada reihen sich in die allerbesten Rotweine Zyperns ein. Der Maratheftiko beeindruckt mit seiner Fruchtintensität, Dichte und Kraft  sowie seiner Frische. Der Shiraz-Lefkada überzeugt mit seiner vielschichtig beerig-würzigen Frucht, der Ausgewogenheit, Dichte und dem weiteres Potential versprechenden langen Abgang.

Die mehr aus internationalen Rebsorten bestehenden Rotweine der Vlassides Winery zeigen mit ihrer Eleganz und Komplexität Attribute, die einem Syrah und Cabernet Sauvignon nachgesagt werden, und bestechen doch durch ihre eigenständigen Fruchtausdruck. Sie keltert den besten reinsortigen Shiraz der Insel und ganz hervorragend ist ihr „Bordeaux-Blend“ Opus Artis 2012.

Vouni Panayia wurde 1987 als erste Familienkellerei gegründet und ist auch heute noch ein Verfechter der einheimischen, autochthonen Rebsorten. Ihr Yiannoudi 2014 ist der am stärksten charakteristische und wohl beste Wein dieser Sorte. Er vereinigt wunderbar Eleganz, Dichte und Finesse. Mit seiner eher helleren Farbe, den intensiven und vielschichtigen Aromen, dem geringeren Gehalt an Tanninen und der präsenten Säure bringt er Pinot noir-ähnliche Weine im besten Burgunder-Stil hervor. Der saftige, aromatisch intensive und komplexe Maratheftiko 2013 ist ein weiterer empfehlenswerter Rotwein dieser Kellerei.

Die kleine Ezousa-Kellerei in der Region um Paphos hat eine breite Palette an Rotweinen. Der beste ist der kräftige Maratheftiko Metharmi 2015, der noch etwas jugendlich ungestüm wirkt aber durch seine Intensität und Vielschichtigkeit beeindruckt. Ein hervorragender Begleiter zu Wildgerichten.

Diese eigenständigen und charakteristischen zypriotischen Rotweine werden auch für Ihren Weinkeller eine Bereicherung darstellen und versprechen vor allem für die Herbst- und Wintermonate viel Vergnügen zu gehaltvollen Gerichten.

Ivan Barbic MW

Sept. 2018

Zypern Wein Entdeckungskarton

Ist die neue Tasting-Welle nur für Pseudokenner?

Weinkenner in Eigenregie zu werden, kann ein langer und entmutigender Weg sein. So kann und wird es immer wieder passieren, dass selbst ernannte Wein-Experten und Pseudo-Kenner einem vorgeben wollen, welche Weine wann, wie, wo und überhaupt zu trinken sind, damit man eben Weinkenner wird. Wenn man dabei nicht sofort anstrebt, zum ultimativen Kenner zu werden, sondern auch als neugieriger und toleranter Wein-Liebhaber glücklich ist, dass gerade der alltäglich gute Wein durch seine faszinierende Vielfalt besonderes Vergnügen bieten kann, dann wird Wein zum Genuss und man hat damit schon sehr viel erreicht.

Der Weinhandel umgibt sich gerne mit dem elitären Anspruch der “Kennerschaft”. Damit nimmt er aber dem damit als “Nicht-Kenner” Ausgegrenzten die Lust, sich mit der reizvollen Vielfalt guten Weines zu beschäftigen. Es braucht weder Fachkenntnis noch Wissen, um Wein für sich zu entdecken. Jeder ist in der Lage, mit etwas Neugier und Aufmerksamkeit Wein “anders” als nur “gut” zu erleben.

Weinkenner haben einen ganz einfachen Vorteil im Leben: Sie trinken guten Wein, weil sie sich besser auskennen. Logisch. Und sehr erfreulich. Auch für jene Menschen, die sich weniger gut auskennen und sich beim Weinkauf oder im Restaurant auf die Empfehlung eines Kenners verlassen können. Aber es gibt da einen klitzekleinen Nachteil: Manchmal nervt das Weingerede. Und es besteht die Gefahr, dass sich der Kenner ins Abseits quatscht, weil man nicht versteht, was er sagen will. Oder noch schlimmer: Weil man ihn für einen Wichtigtuer hält. Dabei will er sich gar nicht in den Vordergrund spielen, sondern interessiert sich einfach für Wein mehr als andere. Gerade in Gesellschaft wollen viele Laien mit Weinwissen punkten. Dass das aufgrund von Unwissen auch nach hinten losgehen kann, ist nachvollziehbar. Ein absolutes No-Go ist hingegen Halbwissen. Wer in Gesellschaft nicht unangenehm auffallen möchte, sollte auch wissen, wie eine Weinflasche richtig geöffnet oder wie ein Glas gehalten wird. Am besten ist hier learning by drinking angesagt.

Bei alledem möchte ich nochmal meine Achtung betonen für die wirklichen Profis, die in der Lage sind, Weine sensorisch perfekt zu beschreiben. Leider gerät man manchmal aber an Pseudo-Profis, die sich als Erzähler entpuppen. So lange diese Erzähler nicht zum Klugscheisser mutieren, kann es durchaus Spass machen, ihnen zuzuhören und sich vielleicht seinen Teil zu denken.

Probieren Sie in diesem Sinn einmal einen fruchtigen Xynisteri oder einen raren Maratheftiko.

Andi Spichtig

18. Jan. 2018

Traubensorte Maratheftiko – DIE zypriotische autochthone Rarität!

Eine der  seltensten und hochwertigsten roten Traubensorten der Welt heisst Maratheftiko und ist ausschliesslich in Zypern, dem Mutterland des Weinbaus im Mittelmeerraum, heimisch. Sie wird dort auf nur rund 180 ha angebaut. Die Rebe gilt als schwierig und eigenwillig und besitzt als Besonderheit nur weibliche Blüten, weshalb sie zwecks Befruchtung mit anderen Rebsorten – vorzugsweise mit der autochthonen weissen Rebsorte Spourtiko – gemischt wächst. Ein weiteres Phänomen besteht darin, dass nach der Blüte viele Triebe abfallen und erst später wieder nachwachsen. Das hat zur Folge, dass die Trauben an den Rebstöcken unterschiedlich reif werden und die Beeren bis zur Ernte ein Reifestadium von noch grün bis reif aufweisen können. Der Winzer hat nun die Qual der Wahl, zu welchem Zeitpunkt er die Weinlese durchführen will. Demzufolge ist im Rebberg ausschliesslich Handarbeit angesagt. Diese Weine können problemlos einer klassischen Beerenauslese gleichgesetzt werden. Weiter ist auf dem Lesetisch eine aufwendige Selektion nötig. Als Beispiel: Beim Spitzenwinzer Marcos Zambartas sind für 5000 kg Maratheftiko-Traubengut auf dem Lesetisch 200 Mannstunden für die Auswahl der einzelnen Traubenbeeren nötig.

Aus dieser raren Traubensorte entstehen vor allem in den Höhenlagen des Troodos-Gebirges aussergewöhnliche und vielschichtige Weine, welche von den Spezialisten gerne auch in der Struktur mit Cabernet Sauvignon aus dem Bordeaux und im Geschmack mit dem Syrah der nördlichen Rhône verglichen werden.

Die jungen und innovativen Winzer in Zypern haben gelernt, dass sie hier eine wurzelechte Traubensorte mit grosser Zukunft pflegen und hegen und damit auch einen Beitrag zur Erhaltung des wertvollen Rebsorten-Erbes  in Europa leisten. – Diese aktuelle Generation von Weinerzeugern – als Beispiele seien genannt: Zambartas Winery, Tsiakkas Winery, Makkas Winery, Ezousa Winery, Vouni Panayia Winery, Etko Winery – versteht ihr Handwerk und leistet grossartige Arbeit. Die Winzer arbeiten mit hochmoderner Ausrüstung, grossem önologischen Fachwissen und noch grösserer Leidenschaft. Die so erzeugten Weine sind deshalb auf einem sehr hohen Niveau.

Die Zyprioten trinken ihre Weine eher jung. Maratheftiko-Weine haben aber das Potenzial für mindestens 5-8 Jahre Reifezeit. Es lohnt sich, einige Flaschen einzulagern und die verschiedenen Reifestadien nach und nach zu entdecken.

Pionierarbeit in der Schweiz für diese hervorragenden und raren zypriotischen Weine der Extraklasse leistet der umtriebige Generalimporteur Bernhard Furler mit seiner Paphos-Weine GmbH (www.paphosweine.ch)

Andi Spichtig, 15. Januar 2017

 

Degustationspaket: Maratheftiko zum Vorzugspreis:

  • Degustationspaket: 4 Maratheftiko-Weine

    CHF 95.00 inkl.7.7% MwSt Angebot!

Gereifte Zypriotische Weine

Gereifte zypriotische Weine

Schöner Beitrag von Andi Spichtig über gut gereifte Weine aus Zypern. Es zeigt sich, dass die Weine gut reifen und vor allem die Rotweine erst nach ein paar Jahren zu vollem Genuss führen.

Der ganze Beitrag als PDF:

Download (PDF, 1.21MB)