Demetri Walters, Master of Wine, London März 2018

Cyprus is at the tipping point of a wine revolution. Wine quality has never been higher, nor its unique vine material better understood. Whilst overall production and exports are significantly smaller than they were 30 years ago, Cypriots and tourists alike are drinking better, and more widely, than ever before. The future looks bright on the island.

So, what makes Cypriot wine so unique and compelling? A number of elements are pretty persuasive: Cyprus is home to the highest vineyards in Europe and can produce wines from a given given grape or blend across a myriad terroir-based styles. The island possesses many unique red and white indigenous grape varieties that are characterful and, in the context of an Hellenic eating and drinking culture, extremely food-friendly. International grapes varieties are also finding new expression here.

The resulting wines therefore offer the enthusiast and experimenter alike something totally new, albeit with ancient associations. It is in the context of this age-old story, influenced and referred tob y the Classical Greeks, Romans, Byzantines, Crusading Lusignans, Venetians and Britsich alike, that we hear a new voice; something self-confident and fresh, but also born out of a very timeworn landscape.

This same combination of a history, individuality, quality and value has reinvigorated wine producing countries all around the Mediterranean in recent years. Now it is Cyprus`s time to introduce itself to the Swiss wine scene. My take is that the on-trade will find particularly use for these most interesting of wines, whether unctuous Commandaria, summer-quaffing rosés, or refreshingly different dry wines and reds that are born out of a culture that understands and celebrates the relationship between food, wine and life.

Caroline Gilby, Master of Wine, London März 2018

It `s dynamic wine scene in Cyprus with age-old grape varieties being rediscovered, new wineries opening, and the first wave of small wineries are getting better at understanding Cypriot terroirs. Cyprus has a lot to offer and the wines deserve a place on the global wine stage.

Aphrosite`s island is perhaps the last undiscovered corner of the Meditarranean at least as far as wine is concerned. It has an ancient history of winemaking, dating back around 6000 years. But most importantly, today`s wine industry has more than 50 private wineries, the best of whom are dynamic and quality-focused, and it is not just on voice saying this but a panel of international judges at Decanter World Wine awards too. In 2017, 19 Cyprus wines sc ored 90 0r above across wines of all styles.

Cyprus is unique in so many ways and well worth exploring through the wines. The island may be best known for sun, sand and sea, but the Troodos Mountains towering in the heart oft he island make good winemaking possibly. Cyprus has some of Europe`s highest vineyrads, going up to around 1500m and the altitude means cool nights and fresh flavours. Cyprus has one oft he longest picking seasons of any wine country, starting as early as late July in the warmer lowlands and finishing in November fort he highest mountain sites.

Cyprus`s island status means it has never had Phylloxera so it has kept ist local varieties like Xynisteri, Mavro and Maratheftiko that grow nowhere else. Some of these vines may have roots dating back several centuries – so truly old vines. And `new` old varieties are being rediscovered all the time in amongst the ancient vineyards. Yiannoudi, Morokanella, Spourtiko, Promara and others are so new they haven`t made it into the „Wine Grapes“ bible yet.

I can`t fail to mention the one world-famous Cyprios wine, the sweet dark Commandaria, the oldest named wine still in production and still made by the methods documented in 800BC. This dark sweet wine made from sundried grapes is also undergoing a bit of a revival as newer producers seek to show their interpretations of this key part oft he Cyprus wine story.

Personally, I fell in love with Cyprus and her wines more than a decade ago, and I love following exciting proress oft he wine industry on this small but beautiful island.

900+ METER ÜBER MEER: WEINE AUS ZYPERN

zypernbericht
Quellenangabe:
Adrian van Velsen, www.vvwine.ch, März 2018

 

Insel-Weine von Zambartas auf Zypern – SCHWEIZERISCHE WEINZEITUNG – März 2018

Insel-Weine von Zambartas auf Zypern

Die lang vergessenen autochthonen Sorten auf Zypern heissen Xynisteri, Promara und Spourtiko (weiss) sowie Mavro, Maratheftiko oder Yiannoudi (rot)

Solch alte, einheimische Varietäten bilden auf der vor elf Jahren gegründeten Winery Zambartas einen Schwerpunkt. Marcos Zambartas, der in London Chemie und im austra- lischen Adelaide Önologie studiert hat, leitet mit seiner Frau Marleen heute das Weingut, das fünf Hektaren umfasst, drei davon eigene. Der Maratheftiko-Weinberg mit 1,2 Hektaren wurde 2006 und 2009 gepflanzt. Ein Xynisteri- Weinberg mit 27 Jahre alten Stöcken kam 2013 dazu.

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Oxydation beim Wein, gewollt oder ungewollt?

 

 Wenn der Wein beim Ausbau oder bei der Weinbereitung mit zu viel Sauerstoff in Kontakt gekommen ist, kommt es zur Oxidation. Bei dieser unkontrollierten Oxidation werden Aroma- und Bukett-Stoffe angegriffen und es kommt oft zu negativen Veränderungen. Erkennbar durch eine orange-braune Dunkelfärbung des Weins, einem Geruch nach fauligen Orangen, einem Alterston oder einem schalen Nussgeschmack. Es können aber auch Veränderungen im Geschmacks- und Geruchsbild des Weines sein, die auf biologische Ursachen wie Verunreinigung durch Hefen oder unerwünschte Bakterien zurückzuführen sind oder bei der Weinbereitung entstehen, wie z.B. durch den Kontakt mit Sauerstoff, Licht, hohe Temperaturen oder Materialien, die unangenehme Düfte abgeben, (Korkgeschmack).

Um eine Oxidation zu vermeiden, kann der Most bereits vor der Gärung geschwefelt werden. Das Hinzufügen von Ascorbinsäure und Sauerstoffabschluss sind weitere Behandlungsmethoden. Auch eine geöffnete Flasche Wein verliert – je nach Qualität – unter dem Einfluss von Sauerstoff nach wenigen Tagen den gewünschten, optimalen Geschmack. Bei der Weinbereitung ist der Kellermeister deshalb bestrebt, den notgedrungenen Sauerstoffkontakt der Maische und des Mostes so gering wie möglich zu halten bzw. kontrolliert zu steuern. Eine andere Möglichkeit ist ein weitgehend unter Sauerstoffabschluss erzeugter Wein. Diese Weine haben ein ausgeprägtes Gär-Bouquet mit einem fruchtigen Aroma und werden meist jung in Flaschen abgefüllt. Im Gegensatz zum oxidativen Ausbau wird der Wein in einem luftdicht verschlossenen Behälter (hochmoderne Druckstahltanks) oder in der Flasche gereift. Während der Flaschen-Reifung befindet sich der Wein in einem reduktiven Zustand, weil die geringe Menge an Sauerstoff im Flaschenhals bzw. im Behälter langsam verbraucht wird. Neben dem ständigen Vollhalten der Fässer und Tanks, dem Einsatz von CO2 oder Stickstoff, um die Luft aus Schläuchen und Behältern zu verdrängen, bevor sie mit Wein befüllt werden, ist der Weinzusatzstoff SO2 nämlich die wichtigste Waffe im Kampf gegen die an allen Ecken und Enden lauernde Oxidation von Wein. SO2 entbindet den Kellermeister nicht von seiner Sorgfaltspflicht bei allen Arbeiten im Keller, aber es macht die Weine widerstandsfähig genug, um den unvermeidbaren Luftkontakt ohne Schaden zu überstehen. Darüber hinaus trägt sein unterschiedlicher Einsatz in begrenztem Umfang auch zur Differenzierung verschiedener Weinstile zwischen zurückhaltend verschlossen, ausgeprägt fruchtig und komplex gereift bei. Oxidative Merkmale treten auch unabhängig vom Süsse- und Alkoholgrad eines Weins auf, beispielsweise wenn bewusst nur eine geringe bis keine Schwefelgabe durchgeführt wurde.

Oxidativer Wein ist ein Oberbegriff für oxidativ ausgebauten Wein, der bei der Weinherstellung einem gesteuerten Sauerstoffkontakt ausgesetzt wurde, was die Reifung und Veresterung des Weins beeinflusst. Er ist also nicht zu verwechseln mit einem Weinfehler, sondern in diesem Fall mit einem gewünschten oxidativen Ausbau eines Weines. Dadurch verändert sich der Farb-, Geruchs- und Geschmackseindruck eines Weins. Eine gewollte Weinbereitungs-Methode, bei denen man bei der Gärung eine kontrollierte Form der Oxidation zulässt, u.a. bei bestimmten Sherry-Typen, Madeira, Vin Jaune, Banyuls oder auch anderen Dessertweinen wie dem zypriotischen Commandaria. Sie gibt den Weinen eine komplexe, nussige Aromatik. Dank ihres meist durch Gaben von Weinbrand erzielten höheren Alkoholgehaltes sind diese Weine immun gegen eine bakterielle Degradierung. Sie reifen zu reichen, recht körperreichen Weinen heran. Ihr Bouquet assoziiert mit Feigen, Dörrfrüchten, Quitten, Nüssen und ranziger Butter. Die Farbe liegt in der Bandbreite von gelb über bernsteinfarben bis dunkelbraun.

Wird Oxidation nur in stark eingeschränktem Mass zugelassen, spricht man von reduktivem Ausbau. Bei der Weinbereitung entspricht der reduktive Ausbau eher der Regel als der oxidative Ausbau z.B. beim Madeira oder bei bestimmten Varianten des Sherry oder Port. Er eignet sich zur Herstellung frischer, primärfruchtiger Weine, bei dem der Luftzutritt verhindert wird durch Massnahmen wie Schwefelung, regelmäßiges Auffüllen des Fasses, Schönung oder Filtration.

So, nun probieren Sie in diesem Sinne einen der weltgrössten und ältesten Süssweine, den Commandaria aus Zypern. Erhältlich für wenig Geld bei Paphos GmbH.  

 Andi Spichtig

Febr. 2018

Zypern Wein Entdeckungskarton

Ist die neue Tasting-Welle nur für Pseudokenner?

Weinkenner in Eigenregie zu werden, kann ein langer und entmutigender Weg sein. So kann und wird es immer wieder passieren, dass selbst ernannte Wein-Experten und Pseudo-Kenner einem vorgeben wollen, welche Weine wann, wie, wo und überhaupt zu trinken sind, damit man eben Weinkenner wird. Wenn man dabei nicht sofort anstrebt, zum ultimativen Kenner zu werden, sondern auch als neugieriger und toleranter Wein-Liebhaber glücklich ist, dass gerade der alltäglich gute Wein durch seine faszinierende Vielfalt besonderes Vergnügen bieten kann, dann wird Wein zum Genuss und man hat damit schon sehr viel erreicht.

Der Weinhandel umgibt sich gerne mit dem elitären Anspruch der “Kennerschaft”. Damit nimmt er aber dem damit als “Nicht-Kenner” Ausgegrenzten die Lust, sich mit der reizvollen Vielfalt guten Weines zu beschäftigen. Es braucht weder Fachkenntnis noch Wissen, um Wein für sich zu entdecken. Jeder ist in der Lage, mit etwas Neugier und Aufmerksamkeit Wein “anders” als nur “gut” zu erleben.

Weinkenner haben einen ganz einfachen Vorteil im Leben: Sie trinken guten Wein, weil sie sich besser auskennen. Logisch. Und sehr erfreulich. Auch für jene Menschen, die sich weniger gut auskennen und sich beim Weinkauf oder im Restaurant auf die Empfehlung eines Kenners verlassen können. Aber es gibt da einen klitzekleinen Nachteil: Manchmal nervt das Weingerede. Und es besteht die Gefahr, dass sich der Kenner ins Abseits quatscht, weil man nicht versteht, was er sagen will. Oder noch schlimmer: Weil man ihn für einen Wichtigtuer hält. Dabei will er sich gar nicht in den Vordergrund spielen, sondern interessiert sich einfach für Wein mehr als andere. Gerade in Gesellschaft wollen viele Laien mit Weinwissen punkten. Dass das aufgrund von Unwissen auch nach hinten losgehen kann, ist nachvollziehbar. Ein absolutes No-Go ist hingegen Halbwissen. Wer in Gesellschaft nicht unangenehm auffallen möchte, sollte auch wissen, wie eine Weinflasche richtig geöffnet oder wie ein Glas gehalten wird. Am besten ist hier learning by drinking angesagt.

Bei alledem möchte ich nochmal meine Achtung betonen für die wirklichen Profis, die in der Lage sind, Weine sensorisch perfekt zu beschreiben. Leider gerät man manchmal aber an Pseudo-Profis, die sich als Erzähler entpuppen. So lange diese Erzähler nicht zum Klugscheisser mutieren, kann es durchaus Spass machen, ihnen zuzuhören und sich vielleicht seinen Teil zu denken.

Probieren Sie in diesem Sinn einmal einen fruchtigen Xynisteri oder einen raren Maratheftiko.

Andi Spichtig

18. Jan. 2018

Wein der Woche; Nzz am Sonntag

Artikel aus der NZZ am Sonntag, 17. Dez. 2017

NzzAmSonntag

Wir trinken Cyprier und küssen schöne Mädchen. – vwine.ch

«Wir trinken Cyprier und küssen schöne Mädchen» – so Fiesco in Friedrich Schillers Trauerspiel «Die Verschwörung des Fiesco». Ob sie Weine aus der heutigen AOC Commandaria genossen, entzieht sich meiner Kenntnis.

Mehr auf www.vwine.ch

Die Meister des Einzigartigen – Zyperns alte Rebsorten erleben eine Renaissance

Obwohl Zypern zu den ältesten Weinbaugebieten zählt, war die Mittelmeerinsel bis vor wenigen Jahren ein weisser Fleck auf der europäischen Weinbaukarte. Doch das hat sich inzwischen geändert. Denn Zyperns Winzer setzen seit einigen Jahren vermehrt auf einheimische Rebsorten, deren Qualitätspotenzial sie nun ausloten.

Der Artikel von Rudolf Trefzer ist aus dem Vinum 11/2017

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